Kategorie: Parfümeurs Leitfaden zur Kreation einer Fougère-Note

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Wie man einen Fougère-Akkord in der Parfümerie kreiert

Im Jahr 1882 brachte Houbigant den heute klassischen Duft „Fougère Royale“ auf den Markt. Der Parfümeur Paul Parquet schuf einen Fantasieakkord, um den Geruch von Farn darzustellen (Fougère bedeutet auf Französisch Farn). Seitdem wurde dieser klassische Akkord immer wieder nachgebildet und erweitert und hat sich zu einem ganzen Genre von Parfums entwickelt, das bis heute sehr lebendig ist.

Den Kern des klassischen Akkords bilden Lavendel, Cumarin und Eichenmoos, die zusammen einen feuchten, grasigen und leicht würzigen Waldboden-Effekt erzeugen. Eichenmoos ist inzwischen stark reguliert, da später festgestellt wurde, dass es hautsensibilisierend wirkt. Allerdings ist veramoss, der Hauptbestandteil von Eichenmoos, nicht reguliert und die beste moderne und saubere Alternative. Bergamotte wurde traditionell fast immer in Fougères verwendet, um einen frischen Auftakt zu schaffen. Geranie und Vetiver waren ebenfalls sehr beliebte und wichtige Werkzeuge in der Fougère-Palette. Amylsalicylat kann verwendet werden, um einen „sauberen Barbershop“-Effekt zu erzielen – einen seifigen Glanz, der den Akkord frisch gewaschen statt rustikal wirken lässt (dieser Effekt war kommerziell sehr erfolgreich). Dihydromyrcenol ist eine moderne, wässrig-aromatische Riechstoffchemikalie: Sie wird häufig verwendet, um die Fougère aufzuhellen und ihr ein frischeres und moderneres Gefühl zu verleihen. Beim Komponieren sollte man bedenken, dass Cumarin und Moosmaterialien sehr kraftvoll sind – es wird nicht viel davon benötigt. Die Fougère ist ein sehr flexibler Akkord, der sich je nach Geschmack in viele verschiedene Richtungen anpassen lässt. Wir empfehlen, sich zur Orientierung einige Beispiel-Fougère-Parfums anzuriechen.

Fougère Grundbausteine: